25.05.2010 - 23:54 Uhr

Zum Abschluss des Bundeskongress, erklären die GJ-SprecherInnen Max Löffler und Gesine Agena:

„In Zeiten von Schuldenkrise und Klimawandel setzen wir das Signal: Es kommt auf die Politik an. Gefragt ist politisches Gestalten, nicht pragmatisches Verwalten. Nach intensiver Debatte haben wir am Sonntagabend wegweisende Beschlüsse zu generationengerechter Haushalts- und Finanzpolitik, dem Fortgang der Klimaverhandlungen nach dem Scheitern von Kopenhagen sowie einem radikalen Umdenken in der Entwicklungszusammenarbeit gefasst. Der Montagmorgen begann mit der Nachwahl einer Beisitzerin im Bundesvorstand, gewählt wurde die Schülerin Freia Then (17) aus Frankfurt.

Mit über 500 jungen Menschen aus ganz Deutschland war diese 34.Bundesmitgliederversammlung auch die mit Abstand größte in der Geschichte der GRÜNEN JUGEND. Mit dem Bundeskongress haben wir den Grundstein für ein neues Grundsatzprogramm für die GRÜNE JUGEND gelegt. Darin werden wir unsere Grundüberzeugungen und unsere Vorstellungen einer nachhaltigen und solidarischen Gesellschaft festhalten. In knapp sechzig Diskussionen und Workshops haben die TeilnehmerInnen das ganze Wochenende lang intensiv über politische Grundfragen diskutiert. “

24.05.2010 - 12:59 Uhr

Der letzte Tag ist angebrochen und wir stecken mitten in den Wahlen. Da es leider zunächst keine Bewerberinnen für die Nachfolge von Franza (Vielen Dank für die fleißige Arbeit!) gab, wurde gleich zu Beginn des Tages ein Frauenforum einberufen.

Gleichzeitig haben sich die männlichen Teilnehmer Gedanken über Kampfkandidaturen und neue Wege in den Wahlgängen gemacht. Des Weiteren wurden eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit (gescheiterten) Kandidaturen niedergeschrieben.

Für die SPUNK-Redax gab es hingegen immerhin schon vor Beginn ausreichend Bewerber_innen und durch durch Jakob gab es auf den offenen Plätzen sogar eine Kampfkandidatur.

Wir gratulieren Linda, Lisa, Sarah, Jakob, Jonas und Tobias zu ihrer Wahl in die SPUNK-Redax!

 

UPDATE: Das Frauenforum war erfolgreich und hat 3 Kandidatinnen hervorgebracht. Soeben haben sich vorgestellt: Alexandra, Freia und Sarah.

UPDATE 2: Freia hat sich im 2. Wahlgang durchsetzen können und wird Franza nachfolgen. Viel Erfolg dabei!

23.05.2010 - 19:54 Uhr

Endlich möchte vermutlich so mancher rufen, haben wir die Satzungsdebatte beendet. Knapp 6h nach Beginn der Debatte und über 70 Seiten Antragsübersicht später, ist das Werk vollendet.

Ein Jahr nach dem Einberufen der Satzungskommission hat diese ihr Werk vollendet und kann nun in den Vorruhestand übergehen.

 

Jetzt kann dann zu den inhaltlichen Anträgen übergegangen werden. Begonnen wird derzeit mit den Anträgen zur Entwicklungspolitik. Globale Gerechtigkeit neu entdecken!

Parallel dazu gibt es noch bis 20:00 Abendessen. Der gesamte Zeitplan hinkt mal wieder hinterher, ob heute noch gewählt wird steht derzeit in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass die Party ab etwa 22:00 ihre Pforten öffnet.

Nebenbei: Bei twitter ist unser Tag: #gjbuko seit heute um 14:00 ständig unter den Top3 der most trending topics! Dort findet ihr auch minütlich alle Ergebnisse!

Inzwischen gibt es auch einen Livestream: http://3.ly/gjbuko

23.05.2010 - 14:37 Uhr

In diesem Moment beginnt die Debatte über die neue Satzung. Ein Marathon an Abstimmungen wird uns erwarten, danach ist die Satzung wieder auf dem aktuellsten Stand. In diesem Raum könnte es jedoch ein wenig problematisch werden konstruktiv zu arbeiten. 

Überall Säulen, viele Menschen auf Emporen, die schlechter hören können und weiter laufen müssen. Aber Emily stimmt uns zuversichtlich, dass alles gut über die Bühne gehen wird. Im Anschluss werden dann die ersten inhaltlichen Anträge diskutiert und wenn alles gut läuft, dann wird auch noch heute Abend die SPUNK-Redax neu gewählt sein.

23.05.2010 - 11:33 Uhr

Nach einem sehr langen Arbeitstag mit Workshops, Diskussionen und Vorträgen haben wir uns die anschließende Party wirklich verdient gehabt. Ein Team aus altbewährten DJanes und DJs hat uns mit guter Musik versorgt.

Doch trotz der Party gestern sind die Kräfte noch lange nicht aufgezehrt und das Programm schon wieder in vollem Gange. Nach einer Rede über Revolutionen, Bürgerlichkeit und Radikalität von Jürgen Trittin hat soeben das sogenannte Worldcafé begonnen.

In Kleingruppen wird über die bisherigen Zwischenergebnisse diskutiert, es schallen die Worte Kapitalismus, Grundeinkommen, Generationengerechtigkeit und noch viele mehr im Raum herum. Und auch Petrus meint es gut mit uns und lässt Arbeit im Freien zu.

 

22.05.2010 - 16:36 Uhr

von Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Endlich! Die Finanztransaktionssteuer, über viele Jahre von der orthodoxen Ökonomie als  Gutmenschen-Idee belächelt, hat es in das Zentrum der finanzpolitischen Entscheidungsprozesse geschafft. Viele Jahre lang als Instrument der Krisenprävention gefordert, hat sie nun inmitten der größten Finanzkrise nach 1929 endlich die Chance, umgesetzt zu werden. Und das ist gut so. Eine Bändigung der entfesselten Märkte und die Beteiligung der Finanzbranche an den Kosten der von ihr ausgelösten weltweiten Krisen müssten eigentlich jedem einleuchten. Das Verursacherprinzip muss endlich zum Zuge kommen. Diejenigen, die den Schaden mit verursachen, müssen auch für die Beseitigung des Schadens aufkommen. Dieses Prinzip ist in unserer Gesellschaft breit akzeptiert und praktiziert. Warum fällt es der Politik so schwer, dieses Prinzip auch für die toxischen Bestandteile unserer marktwirtschaftlichen Ordnung konsequent anzuwenden?

Bemerkenswert an der laufenden öffentlichen Debatte ist, dass sie sich fast ausschließlich auf den – von den üblichen Verdächtigen – bestrittenen Regulierungseffekt konzentriert. In Vergessenheit geraten zu sein scheint, was die unermüdlichen und langjährigen Befürworter des Instrumentes damit ebenfalls intendierten: einen Solidarbeitrag für die Armen weltweit, gedacht als fairer Ausgleich für die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, als fairer Ausgleich für die ebenfalls vom Norden zu verantwortende Klimakrise. Die Finanztransaktionssteuer – eine Art „Robin Hood der Entrechteten und Entehrten“?
Sie war und ist seit zehn Jahren die Kernforderung des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC. Die Kampagne des Bündnisses „Steuer gegen Armut“ („Robin Hood-Steuer“) wird breit unterstützt, auch in Deutschland von namhaften zivilgesellschaftlichen Organisationen – darunter der DGB, kirchliche Hilfswerke wie Adveniat und EED, BUND, OXFAM oder  Welthungerhilfe (www.makefinancework.org).

Die  Finanztransaktionssteuer wird viele Milliarden Dollar einbringen. Diese sollten nicht nur zur Finanzierung der Krisenbewältigung im Inland und in der Eurozone genutzt werden. Die Gelder werden dringend benötig, um die soziale Entwicklung (Millenniumsziele) und die ökologische Transformation, die Vermeidung von und die Anpassung an den Klimawandel zu finanzieren. Auch hier gilt: Krisenprävention ist finanziell allemal günstiger als Hilfe im ökologischen Katastrophenfall, beim Zerfall von Staaten oder für die Einhegung interner gewalttätiger Konflikte.

Die öffentlichen Finanztransfers in die Länder des globalen Südens werden auch weiterhin gebraucht. Denn die realwirtschaftlichen Folgen der letzten Finanzkrise haben viele Entwicklungserfolge zunichte gemacht. Die ärmsten Länder haben über die Entwicklungshilfe die versiegenden privaten Kapitalströme und Wachstumseinbußen abzufedern versucht und Sicherheitsnetze aufgespannt, wo sie am dringendsten nötig waren. Staatliche Basisfunktionen – Krankenbetreuung, Grundschulbildung und wirtschaftliche Infrastruktur – konnten in einem gewissen Umfang aufrechterhalten werden. Dennoch sind nach Schätzungen der Weltbank mehr als 100 Millionen Menschen krisenbedingt und ohne eigenes Verschulden in die Armut zurückgefallen.

Die Finanztransaktionssteuer muss also auch Finanzmittel für die Armutsüberwindung und für den Kampf gegen den Klimawandel bereit stellen – hier fallen die meisten Industrieländer bislang weit hinter ihre Zusagen aus den letzten Jahren zurück. Nur dann lassen sich das wechselseitige Vertrauen in die vielbeschworene globale Partnerschaft stärken und Ziele wie Klimaschutz, globale Sicherheit und nachhaltiger Wohlstand verwirklichen. 

Ursprünglich wollte die Finanztransaktionsteuer immer beides: Einen Beitrag zur Regulierung der Finanzmärkte leisten und dringend benötigtes Geld für die Armutsbekämpfung und den Klimaschutz mobilisieren. Das muss heute auf der Agenda aller Regierungschefs in und außerhalb Europas stehen.

22.05.2010 - 16:20 Uhr

Soeben wurde die Mittagspause verlängert um die Göttinger GegnerInnen der Südspange zu unterstützen. Bei diesem Vorhaben handelt es sich um eine der größten Straßenbaumaßnahmen in den letzten Jahren. Es soll durch ein Naturschutzgebiet und direkt am Rande eines Wohngebietes eine neue Trasse zu einem Industriegebiet gebaut werden, gegen die AnwohnerInnen schon seit Jahren demonstrieren.

Heute bekamen die örtlichen KämpferInnen große Unterstützung von ungefähr 400 fleißigen GJ-AktivistInnen. Mit Bannern und jeweils einem schwarzen Luftballon ausgestattet sind wir auf die betroffenen Wiesengebiete gezogen und haben die "Abgase" ausgestoßen.

 

Mehr zur Südspange auch auf der Seite der BürgerInneninitiative: http://www.bi-goettinger-sueden.de/buendnis/index.html

22.05.2010 - 10:18 Uhr

Der erste Tag ist schon fast wieder Geschichte, dabei gibt es so viel zu berichten.

Alles ist größer, wir sind mehr geworden und das Workshopangebot ist explodiert. Die einzige Konstante ist der Tagungsort, der Erinnerungen an den BuKo vor beinahe 3 Jahren weckt. Doch zurück zum aktuellen Geschehen. Es gab unzählige Workshops zu Themen wie Duldung & Bleiberecht, zu Agrarpolitik und auch zu der Frage "Wie weiter nach Kopenhagen?". Im Anschluss an die spannenden Workshops fanden das Frauen- und Gendertreffen statt und zum Abschluss des ersten Arbeitstages haben sich die Länger getroffen und vielfach über die (Satzungsänderungs-)Anträge diskutiert. Doch der Tag war noch nicht ganz vorbei. Die mit Spannung und Vorfreude erwartete dritte Ausgabe des Buko-Slams hat alle Erwartungen übererfüllt. Am Ende konnte sich Iris knapp gegen Lisa durchsetzen und das wichtigste dabei: es blieb kein Auge trocken.

21.05.2010 - 17:28 Uhr

Soeben wurde der Kongress mit einigen Grußworten und schon weit über 100 Teilnehmenden eröffnet. Es bleibt keine Pause, jetzt beginnt die erste Workshopphase. Zehn parallel veranstaltete Workshops machen die Entscheidung schwer. Gleichzeitig wird auch noch eine Diskussion mit Hermann Ott stattfinden. Also auf die Plätze, fertig Programm!